Ferien vom Funktionieren

Wir befinden uns mitten im Sommer und die Ferien (in NRW) stehen vor der Tür. Diese Zeit erinnert uns jedes Jahr daran, das auch Freizeit, Spaß, Freude, Kreativität und Spiel ein Teil des Lebens sind und ihren berechtigten Platz haben. 

Kinder, Schüler und Jugendliche wird man im Regelfall daran nicht erinnern müssen. Bei "Erwachsenen" sieht das meist anders aus. So sehr sind sie gefangen in den alltäglichen Routinen, Aufgaben, Sorgen und Nöten, dass der Raum für ein wenig Frei-Zeit hart erkämpft werden muss.

 

Aber wie wird diese Zeit dann gefüllt und wie unterscheidet sie sich vom Rest, der uns beschäftigt? Ich meine damit nicht nur die Frage, welche Aktivitäten wir dann entfalten, damit es sich möglichst "gut" anfühlt. Vielmehr geht es mir um die innere Haltung und das Gefühl. Meiner Beobachtung nach betreiben Menschen oft einen enormen Aufwand, damit es sich anschließend für kurze Zeit ein wenig "leicht" anfühlt. Der Effekt dieser Maßnahmen verpufft meist schnell; eine dauerhafte (Nach-)Wirkung mag sich nicht einstellen. 

Als Bild fällt mir hierzu ein Betriebsausflug ein. Typischerweise kennen sich die Teilnehmer aus dem beruflichen Alltag, in dem sie gemeinsam arbeiten. Hier dominieren Pflichten und Zeitknappheit. Jeder ist auf sich und seine Aufgaben fokussiert, um "es zu schaffen". Wie verändert sich aber das Bild möglicherweise während des Ausflugs? Hier ein paar Beispiele:

- Die Stimmung ist freier, lockerer und ungezwungener.
- Es besteht eine gewisse Neugier oder Vorfreude, was der Tag wohl bringen wird.
- Alle sind locker und leger angezogen; die "Berufskleidung" bleibt im Schrank.
- Die Kommunikation und die Gesprächsthemen verändern sich. Die Menschen zeigen sich auf eine andere Weise.
- Bei gemeinsamen Aktionen oder Spielen zeigen sich Talente und Begabungen einzelner, die im (beruflichen) Alltag verborgen blieben.

Astrologisch betrachtet besteht ein Zusammenhang zum Zeichen Löwe, zur Sonne sowie zum fünften Haus. Ein zentrales Stichwort in der Analogie dieser Symbole lautet "Selbstausdruck". Es geht darum, das, was in uns leuchet, nach außen zu bringen. Und dies auf eine leichte, spielerisch-kreative, ungezwungene und vor allem selbstverständliche Weise - quasi wie von selbst und ohne echte Anstrengung. Es ist eine Strahlkraft die von innen kommt - aus tiefstem Herzen. 

Auf den Punkt gebracht: In welchen Situationen erlebst du dich selbst auf diese Weise?

Bei mir selbst erlebe ich es dann so, wenn etwas in mir berührt wird, was mir von Herzen wichtig ist. Werde ich darauf angesprochen oder es fällt ein bestimmtes Stichwort, kann ich auch als grundsätzlich eher zurückhaltender Mensch reden wie ein Wasserfall - mir geht dann vor Begeisterung der Mund über. Beobachter haben mir gespiegelt, dass ich in diesen Momenten eine andere Ausstrahlung und Wirkung auf mein Umfeld habe. Es ist dann authentisch und echt. Ich habe für mich herausgefunden, dass nicht immer, aber sehr oft ein Zusammenhang zu Dingen besteht, die ich in der Kindheit häufig, gerne und ganz absichtlos getan habe. Ich war dann tief in mir versunken und habe die Zeit vergessen. Wenn all das heute (wieder neu) an die Oberfläche, d. h. ins Bewusstsein kommt, dann habe ich Ferien vom Funktionieren(müssen), dann bin ich mit meiner innerseelischen Kraft verbunden.

Und nun du:

- Womit kommst du beim Lesen dieser Zeilen in Kontakt?

- Welche Situationen, Erlebnisse und Gefühle (von früher) steigen in dir auf?

- In welchen Momenten, an welchen Orten, bei welchen Themen, usw. fühlst du dich mit deiner inneren Quelle verbunden?

Wenn du magst, komme gerne auf mich zu und wir werfen ergänzend einen Blick auf deine astrologische Signatur zu diesem Thema.