Der Tierkreis und der Jahreskreis: Die Stier-Phase

‍Das Leben ist zutiefst zyklisch und mich fasziniert es immer wieder, wie die Astrologie und Entwicklungen in der Natur miteinander harmonieren.

Das astrologische Jahr taucht am 20.04.2026 mit dem Eintritt der Sonne in das Tierkreiszeichen Stier in Phase zwei ein. Draußen können wir bereits beobachten, wie alles schon grünt und blüht und möglicherweise hast du den Osterschmuck bereits wieder gut für das nächste Jahr verstaut.

Die Natur findet nach der Phase des Aufbruchs zu Stabilität. Während in der Widder-Phase so einiges angestoßen wurde, findet nun eine Phase des Übergangs statt. Aus dem "es beginnt" wird ein "es wächst und trägt". Es handelt sich also um eine passive und nach innen gerichtete Energie.

Bäume, Sträucher und Wiesen "explodieren" und stehen in voller Blüte. Pflanzen hören auf, nur auszutreiben. Sie werden kräftiger, dichter, "substanzieller". Erste Blüten werden bestäubt; die Grundlage für Früchte entsteht. Bienen, Insekten und andere Tiere sind stark auf Nahrungssuche und Bestäubung fokussiert. Alles wird greifbar - Blätter, Blüten, Düfte. Intensive Gerüche, die immer reichere Farbwelt und die Wärme auf der Haut fördern die sinnliche Wahrnehmung. Das Wachstum ist nicht mehr sprunghaft, sondern stabil. Pflanzen verbinden sich unter der Erde mit ihren Wurzeln und gewinnen so an Stabilität. Nahrung entsteht, die uns später Genuss und Versorgung ermöglicht (Nektar, erste Kräuter, etc.). 

Dementsprechend lässt sich der Stier-Archetyp (Archetypen = Urbilder der Menschheit) z. B. als geduldig, genussfreundlich, sinnlich, werteorientiert oder in sich ruhend beschreiben. Doch alles in der Welt hat zwei Seiten und so kann es auch sein, dass z. B. ein eher stures, bequemes, sicherheitsorientiertes, gieriges oder besitzergreifendes Verhalten zu beobachten ist. 

Ohne diese Energie, gäbe es keine körperliche Verankerung, keine Nutzbarmachung und Sicherung des in der Widder-Phase Eroberten. Sie steht mit Venus, als dem Zeichen Stier zugeordnetem Herrscherplaneten, für das Befruchten und sich Verwurzeln. Es geht im Kern um Absicherung und auch Abgrenzung (z. B. von Nachbarn). Dies geschieht aber immer im Sozialverband einer Gruppe, denn der Stier ist ein Herdentier. Dies entspricht dem fixen, d. h. ausbildenden Charakter dieses Zeichens ebenso wie dem zugehörigen Element Erde. Er sagt "Ich habe!", "Ich besitze!" oder "Das ist für mich wertvoll!". 

Im Symbol des Tierkreiszeichens lassen sich ohne Mühe der Kopf einer Kuh mit Hörnern erkennen. Es gleicht der germanischen Odil-Rune (bedeutet „Grundbesitz“).

Alle Beschreibungen deuten auf eine geerdete und realitätsbezogene Persönlichkeit mit hoher Verlässlichkeit hin.