Das Leben ist zutiefst zyklisch und mich fasziniert es immer wieder, wie die Astrologie und Entwicklungen in der Natur miteinander harmonieren.
Die Sonne wandert am 21.06.2026 in das Zeichen Krebs. Der Sommer beginnt und wir dürfen die längsten Tage des Jahres genießen.
Während in der Zwillinge-Phase Bewegung, Austausch und Vernetzung im Vordergrund standen, richtet sich die Aufmerksamkeit nun stärker auf das Bewahren, Versorgen und Nähren. Das, was entstanden ist, braucht Schutz und Fürsorge. Es handelt sich also um eine eher nach innen gerichtete und empfindsame Energie.
Die Wärme erreicht ihren ersten Höhepunkt. Viele Tiere kümmern sich intensiv um ihren Nachwuchs. Junge Vögel verlassen ihre Nester, Säugetiere führen ihre Jungen durch die Welt und überall zeigt sich die fürsorgliche Seite des Lebens. Der Schwerpunkt verschiebt sich von der Paarung und Geburt hin zur Aufzucht und Versorgung des Nachwuchses. Die Tiere nutzen das reichhaltige Nahrungsangebot. Die Aktivität vieler Insekten erreicht ihren Höhepunkt. Pflanzen speichern Kraft, bilden Früchte aus und versorgen ihre Samen. Erste Getreidefelder beginnen zu reifen und auch Beeren, Kirschen und frühe Sommerfrüchte werden erntereif. Die Natur wirkt weniger rastlos als noch vor wenigen Wochen; sie ist voller, dichter und satter. Wachstum ist weiterhin sichtbar, doch es geht nun zunehmend darum, das Entstandene zu erhalten und Nährstoffe zu speichern. Geborgenheit, Schutz und Versorgung werden zu zentralen Themen.
Dementsprechend lässt sich der Krebs-Archetyp (Archetypen = Urbilder der Menschheit) z. B. als fürsorglich, einfühlsam, beschützend, familienorientiert oder intuitiv beschreiben. Doch alles in der Welt hat zwei Seiten und so kann es auch sein, dass z. B. ein eher eigensinniges, überempfindliches, launisches, klammerndes oder vergangenheitsorientiertes Verhalten zu beobachten ist.
Ohne diese Energie gäbe es keine emotionale Verbundenheit, keine Identifikation bzw. Entwicklung der eigenen (seelischen) Innenwelt und keine Bereitschaft, Verantwortung für andere zu übernehmen. Sie steht mit dem Mond, als dem Zeichen Krebs zugeordnetem Herrscherplaneten, für
- das nährende und aufnehmende Urprinzip des Weiblichen,
- die Ursprungsfamilie und Heimat,
- die Entwicklung von Gefühl und Seelenpotenzial,
- die innerliche Erfassung und Verarbeitung der Erfahrungen in der Außenwelt,
- die Verbindung der Seele mit dem kollektiven Unbewussten (u. a. durch Träume und Bilder),
- Vertrauen und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit und seelischer Geborgenheit.
Es geht im Kern darum, nach der Zeit des Entdeckens und Vernetzens einen geschützten Raum zu schaffen, in dem Leben wachsen und gedeihen kann. Dies entspricht dem kardinalen, d. h. initiierenden Charakter dieses Zeichens ebenso wie dem zugehörigen Element Wasser. Er sagt: „Ich fühle mich geborgen!“, „Ich beschütze!“, „Ich nähre!“
Im Symbol des Tierkreiszeichens lassen sich zwei miteinander verbundene Bögen erkennen. Sie erinnern an die Scheren des Krebses, lassen sich aber auch als zunehmende und abnehmende Sonne (Sommersonnenwende) und damit als Kreislauf von Geben und Empfangen bzw. das Verhältnis von Innen und Außen verstehen. Dies verweist auf die tiefe Verbundenheit allen Lebens und auf die Bedeutung emotionaler Beziehungen.
Alle Beschreibungen deuten auf eine sensible und fürsorgliche Persönlichkeit hin, die ihre Umwelt nicht in erster Linie über den Verstand, sondern über Gefühle und Intuition wahrnimmt und mit anderen Menschen in eine tiefe Verbindung treten möchte.













